US-Midterms 2026: Unsere Einschätzung zum Wahlausgang

4. November 2026
2 Minuten

US-Midterms 2026: Demokraten vor klarem Sieg

Die Demokraten werden bei den US-Zwischenwahlen absehbar eine klare Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses erringen. Aktuelle Hochrechnungen sehen die Partei bei mindestens 54 Sitzen im Senat und über 230 Sitzen im Repräsentantenhaus. Damit liegen die Demokraten über den Erwartungen. An den Märkten wurde dies bereits weitgehend eingepreist.

Der US-Präsident verliert damit die Mehrheit im Kongress. Große innenpolitische Vorhaben, etwa bei Steuern und Staatsausgaben, sind künftig weit schwieriger durchzusetzen. Bei der Außen- und Handelspolitik behält er jedoch durch Exekutivanordnungen erheblichen Handlungsspielraum.

Politik bewegt kurzfristig, Fundamentaldaten langfristig

Politische Entscheidungen bewegen die Märkte zumeist kurzfristig. Langfristig bleiben Unternehmensgewinne, Wirtschaftswachstum und Geldpolitik entscheidend. Die Gewinndynamik und die hohen Investitionen, vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz, dürften die Märkte weiterhin stützen, auch wenn mehrere neu gewählte Demokraten auf eine stärkere Regulierung des Ausbaus drängen dürften.

In der Vergangenheit war die Entwicklung des US-Aktienmarkts nach Zwischenwahlen häufig positiv, da die politische Unsicherheit zurückgeht. Ein Durchschnitt aus Jahrzehnten ist jedoch keine Prognose für das aktuelle Umfeld.

Haushalt und Zinsen im Blick

Auch am US-Anleihemarkt dürfte das Wahlergebnis positiv aufgenommen werden. Künftig wird Präsident Trump seine Fiskalpolitik mit den oppositionellen Demokraten abstimmen müssen, was den Spielraum für Ausgabenprogramme eher verringert. Dies dürfte die Risikoprämien langfristiger US-Staatsanleihen drücken und zu einer Stabilisierung ihrer Renditen beitragen.

Bestätigung unserer Positionierung und Beibehaltung unserer Anlagestrategie

An unserer fundamentalen Einschätzung der US-Wirtschaft ändert das Wahlergebnis nichts. Die Konjunktur bleibt im Aufwind; die Inflation bleibt der größte Risikofaktor. Deshalb bleiben wir bei Aktien übergewichtet. Auf der Zinsseite bevorzugen wir weiterhin kurze Laufzeiten und Unternehmensanleihen. Gold haben wir zuletzt reduziert.

Sollten Sie Fragen zu den aktuellen Entwicklungen haben, sprechen Sie gerne Ihren persönlichen Relationship Manager an.

Über die Autoren

Dr. Christian Witt
Market Strategy Manager
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